So arbeiten wir

Tagesrhythmus und Lernformate

Weder im Schuljahr 2025/2026 noch im Schuljahr 2026/2027 werden wir aus räumlichen und personellen Gründen einen Ganztag anbieten können. (Stand September 2026)

Tagesrhythmus Schuljahr 2026/2027

Jahrgang 5. / 6. 7./8. 9./10.
Mo-Fr 08:00-12:25 08:00-11:30 08:00-13:10
off. Anfang 07:45-8:00 07:45-8:00 7:45-8:00
1. Block 08:00-09:30 08:00-09:30 08:00-09:30
Pause Pause Pause
2. Block 09:50-11:20 09:50-13:10 09:50-11:20
Pause Pause Pause
3. Block 11:40-13:10 11:40-13:10 /14:00 11:40-13:10
4. Block Di+Do bis 14:00

 

In der Trainingszeit finden sich die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch wieder. In dieser Zeit arbeiten unsere Schüler: innen an ihren individuellen Lernplänen, welche sie im Wochenplan in Absprache mit ihren Mentorinnen erstellen.

Als zweite Fremdsprache bieten wir zurzeit die Fächer Spanisch und Fach Französisch an.

Projektunterricht: Projekte sind zentrale Elemente des Unterrichts an unserer Schule und werden fächerübergreifend zu bestimmten Themen und im Rahmen des Lehrplans bis Jg. 10 konzipiert. Die Projekte finden innerhalb einer Klasse, in einem Team oder teamübergreifend statt. Immer mittwochs ist unser Projekttag.

Ausführliche Informationen zu unseren aktuellen Projekten hier: Aktuelle Projekte & Aktivitäten

Bis zu drei Mal im Jahr finden bei uns Schüler:in-Eltern- Lehrer:in Gespräche statt. In der Regel sind die Termin nach den Herbstferien und vor den Halbjahres und Jahresferien.

Lernen in Projekten

Projektlernen ist das selbstständige Bearbeiten einer Aufgabe oder eines Problems durch eine Gruppe von der Planung über die Durchführung bis zur Präsentation des Ergebnisses oder/und eines Produktes. Pro Jahr bearbeiten wir vier große Projekte mit Hilfe der Differenzierungsmatrix die u.a. von Frau Prof. Ada Sasse entwickelt worden ist.

Da sich bei der Bearbeitung eines selbst gewählten Themenfeld Lernende zusammenfinden, sind die Schüler:innen in größtmöglicher Eigenverantwortung immer auch handelnd-lernend tätig. Ganzheitliche Lernerfahrungen und fachübergreifendes Arbeiten prägen das Projektlernen.

Um die vielfältigen Neigungen und Interessen von Schülerinnen und Schülern zu berücksichtigen, sind viele verschiedene Fachbereiche beteiligt. Dazu gehören je nach Projekt:

– Gesellschaft und Politik
– Naturwissenschaften
– Darstellendes Spiel
– Kunst
– Musik
– Wirtschaft/Arbeit/Technik
– Medien

Wie wird das „Projektlernen“ bei uns organisiert?

Damit die Projektthemen vertieft und vor allem projektorientiert umgesetzt werden können, werden in der Unterrichtsorganisation die Projektlernstunden pro Woche gebündelt. Schülerinnen und Schüler arbeiten jede Mittwoch von 8-13 Uhr hintereinander quartalsweise in einem bestimmten Projekt. Dann wechseln sie in ein anderes Angebot. Innerhalb eines Schuljahres durchläuft demzufolge jede/r Schüler:in vier verschiedene Projekte. Am Ende von Jahrgang 6 haben die Schülerinnen und Schüler z.B. dann insgesamt acht Projekte durchlaufen.

Grundsätzlich werden von den benannten sechs Fachbereichen Themen projektorientiert und fächerübergreifend umgesetzt.

Was verlangt Projektlernen von Schülerinnen und Schülern als Voraussetzung?

– den Unterricht mitzuplanen und mitzugestalten,
– mit Teamgeist und in Gruppen zu arbeiten,
– für andere Unterrichtsformen offen zu sein,
– fachübergreifendes, projektorientiertes Arbeiten aktiv zu unterstützen,
– prozess- und produktorientiert zu arbeiten,
– grafische Gestaltungstechniken (Layout) für die Präsentationen zu erlernen.

Lernen in Häusern

Unsere Schüler:innen lernen in verschiedenen Lernhäusern. Drei Doppeljahrgänge der Klassenstufen 5 bis 10 bilden jeweils ein gemeinsames Lernhaus, in dem sie verschiedene Lernphasen miteinander gestalten und erleben. Die Namen unserer Lernhäuser sind in einem demokratischen Prozess gewählt worden. Alle Lernhäuser haben Namen von Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Kunstepochen.

Im Schuljahr 2026/27 werden wir die Lernhäuser Banksy 1-3, Dalí 1-3, DaVinci 1-3, Kahlo 1-3, Modersohn-Becker 1, VanGogh 1, Kollwitz 1-2 und das 8. Haus Rist1 eröffnen. Damit sind wird in der Stufe 1 ausgebaut. Ein Aufwachsen in den eigenen Häusern wird damit das 1. Mal möglich sein.

Das Lernhauskonzept gliedert die Schule für Schüler und Pädagogen in kleine, überschaubare Einheiten, in denen mehrere Jahrgangsstufen zusammengefasst werden – quasi „kleine Schulen“ innerhalb der großen Schulgemeinschaft. So können die Kinder ein Gefühl der Zugehörigkeit und Gemeinschaft innerhalb unserer großen Schule entwickeln.

Mit diesem Konzept wird die soziale, zeitliche und räumliche Organisation eines Schultages konsequent von den Lernbedürfnissen des Kindes aus gedacht. Zugleich sichert das Lernhauskonzept den verantwortlichen Erwachsenen eine gute Arbeitsumgebung.

Einige der Ziele des Lernhauskonzepts sind:

  • Die Schüler:innen nehmen Schule nicht nur als Lern-, sondern als Lebensort wahr.
  • Arbeit und Freizeit, Spannung und Entspannung, Bewegung und Ruhe, Lernen mit Kopf und Händen wechseln in einem organischen Rhythmus.
  • Zeitgemäße Unterrichtsmethoden erhalten den für ihre Umsetzung notwendigen Raum.

Jahrgangsübergreifendes Lernen

Lernen in jahrgangsübergreifenden Stufen

An unserer Schule lernen Schüler:innen in drei jahrgangsübergreifenden Stufen, die jeweils zwei Schuljahre umfassen. Im aktuellen Schuljahr bilden wir die Doppeljahrgänge 5/6, 7/8 und 9/10. Dieses Modell basiert auf fundierten pädagogischen Überlegungen und wird durch aktuelle Erkenntnisse der Bildungsforschung gestützt.

Heterogenität als Realität – und als Chance

Die Vorstellung, dass Schüler:innen eines Jahrgangs eine homogene Gruppe bilden, ist ein Mythos. Alter, Vorwissen, Lerngeschwindigkeit und kognitive Voraussetzungen unterscheiden sich innerhalb jeder Lerngruppe erheblich. Die Bildungsforschung betont, dass insbesondere individuelle Vorerfahrungen, Vorkenntnisse, Bedürfnisse, Präferenzen und Lerndispositionen der Schüler:innen entscheidend dafür sind, wie Lerngelegenheiten genutzt werden – denn Lernen ist immer individuell, aktiv und selbstgesteuert .

Unsere jahrgangsübergreifenden Klassen tragen dieser Lebenswirklichkeit bewusst Rechnung. Sie fordern Lehrkräfte auf, Heterogenität nicht als Hindernis, sondern als wertvolle pädagogische Ressource gezielt einzusetzen.

Schüler:innen als aktive Gestalter:innen ihres Lernens

Aktuelle Forschung rückt Schüler:innen als Subjekte und Akteure in den Mittelpunkt: Sie werden als selbstbewusst denkende und handelnde Individuen verstanden, die im schulischen Umfeld „Subjektstatus“ erwerben. Genau diesen Ansatz verfolgen wir: In der Jahrgangsmischung übernehmen alle Lernenden – ob neu in der Stufe oder erfahren – aktive Rollen. Auch leistungsstarke Schüler:innen lernen, Hilfe anzunehmen. Gleichzeitig erleben sich selbst leistungsschwächere Mitglieder der Gemeinschaft als unterstützend und kompetent.

Wenn Schüler:innen mit zu ihnen passenden Lernressourcen arbeiten, werden sie gemäß ihrer individuellen Leistungsvoraussetzungen gefördert . Da die unterschiedlichen Lernjahre von Anfang an sichtbar sind, ist individuelles Arbeiten im eigenen Tempo selbstverständlich – nicht die Ausnahme.

Weniger Konkurrenz, mehr persönliches Wachstum

Die offensichtlichen Leistungsdifferenzen zwischen den Lernjahren reduzieren den direkten Vergleichsdruck unter den Schüler:innen deutlich. Die Zugehörigkeit zu einem Lernjahr sagt nichts über das individuelle Leistungsvermögen aus – und genau hier setzt unsere inklusive Arbeit an: Das Ziel sind die persönlich größtmöglichen Lernfortschritte jedes Einzelnen.

Flexible Lernzeiten ohne sozialen Bruch

Ein besonderer Vorteil der Jahrgangsmischung: Sowohl eine Verkürzung als auch eine Verlängerung der Lernzeit ist möglich, ohne den vertrauten Klassenverband vollständig zu verlassen. In traditionellen Jahrgangsklassen bedeutet ein Überspringen oder Wiederholen stets den Verlust des gewohnten sozialen Umfelds – ein Faktor, der viele Schüler:innen davon abhält, flexibel mit ihrer Lernzeit umzugehen. In unseren jahrgangsgemischten Klassen bleibt immer ein Teil der bekannten Mitschüler:innen erhalten. Empirische Untersuchungen zur Jahrgangsmischung bestätigen die positiven Effekte dieses Modells auf die soziale und schulische Entwicklung .

Vorbilder für die Zukunft

Besonders in der letzten Stufe (9/10) prägt die Nähe zum Schulabschluss den Alltag der älteren Schüler:innen. Diese Erfahrung nutzen wir bewusst: Die Älteren werden zu authentischen Vorbildern, die den Jüngeren die Bedeutung schulischer Arbeit für die eigene Zukunft konkret und greifbar vermitteln – ein Peer-Learning-Effekt, der wirkungsvoller ist als jede abstrakte Ermahnung.